Rechtskonforme HVO-Nachhaltigkeitsbescheinigung: Worauf kommt es an?
Warum THG-Einsparungen nur mit einer formal korrekten Nachhaltigkeitsbescheinigung anerkannt werden.
Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für HVO100 (Hydrotreated Vegetable Oil), um CO₂-Emissionen im Fuhrpark zu reduzieren und ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Die Vorteile sind offensichtlich: sofortige Einsatzfähigkeit, keine Fahrzeugumrüstungen und eine messbare Senkung der Treibhausgase.
Doch das eigentlich Entscheidende beginnt nach der Betankung:
Wer die eingesparten Emissionen in Umweltbilanzen, THG-Quoten oder CSR-Berichten ausweisen möchte, braucht eine korrekte und revisionssichere Dokumentation. Denn wichtig ist nicht nur der Kraftstoff selbst, sondern vor allem die Frage: Welche Dokumente erhalten Sie als Kunde – und sind diese überhaupt anerkennungsfähig?
Im Folgenden beantworten wir Schritt für Schritt die zentralen Fragen, die sich beim Thema Nachhaltigkeitsdokumentation von HVO stellen:
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Was ist der Unterschied zwischen Zertifikat, Nachweis und Bescheinigung?
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Welche Zertifizierungssysteme gibt es?
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Was ist ISCC?
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Wie funktioniert der ISCC-Zertifizierungsprozess?
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Welche Betrugspotenziale existieren im HVO-Markt – und wie lassen sie sich vermeiden?
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Wie stellt TOOL-FUEL die Nachhaltigkeitsdokumentation revisionssicher sicher?
Was ist der Unterschied zwischen Zertifikat, Nachweis und Bescheinigung?
Für Einkauf, Fuhrparkmanagement und CSR-Berichtswesen ist es entscheidend, die Begrifflichkeiten im Biokraftstoffhandel klar zu unterscheiden. Denn nur wer die richtige Dokumentation erhält, kann die CO₂-Einsparungen revisionssicher ausweisen.
Nachhaltigkeitszertifizierungen wie ISCC oder REDcert bestätigen die nachhaltige Betriebsweise von Produzenten, Verarbeitern oder Händlern innerhalb der Lieferkette. Eine ISCC-Zertifizierung bezieht sich also immer auf das Unternehmen – nicht auf einzelne Lieferungen.
Nachhaltigkeitsnachweise dokumentieren die Nachhaltigkeitseigenschaften einer konkreten Charge Biokraftstoff innerhalb der Lieferkette – geführt zwischen den Handelsstufen über Datenbanken wie Nabisy.
Die Nachhaltigkeitsbescheinigung ist die einzige zulässige Form der Dokumentation für Endkunden. Sie enthält alle relevanten Informationen:
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Herkunft der eingesetzten Rohstoffe
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Angabe des Ursprungslandes
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Höhe der THG-Emissionen pro Megajoule
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Energieinhalt
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THG-Einsparung im Vergleich zu fossilem Diesel
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Lückenlose Fortführung der ISCC-Massenbilanz bis zur Kundenlieferung
Nur mit einer solchen Bescheinigung können Unternehmen ihre CO₂-Einsparungen formell anerkennen lassen – sei es für Umweltberichte oder CSR-Reporting.
Warum „Zertifikate“ irreführend sind
Im Endkundengeschäft sind sogenannte „Zertifikate“ nicht vorgesehen. Entscheidend ist die Nachhaltigkeitsbescheinigung, die alle relevanten Angaben zu Rohstoffherkunft, CO₂-Einsparung und ISCC-Massenbilanz fortführt. Wird dennoch mit „Zertifikaten“ geworben, kann dies zu Missverständnissen führen – im Zweifel riskieren Unternehmen, dass Auditoren oder Behörden die CO₂-Einsparungen nicht anerkennen.
Welche Zertifzierungssysteme in der EU gibt es für HVO?
Damit HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) in der EU als nachhaltig anerkannt wird, braucht es eine Zertifizierung nach der EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II/III). Wichtig ist dabei: Zertifiziert wird nicht die einzelne Lieferung, sondern das Unternehmen und seine Prozesse.
Auf Basis dieser Zertifizierung erhält jede konkrete Lieferung eine Nachhaltigkeitsbescheinigung, die exakt der eingekauften Menge zugeordnet ist und beim Endkunden für Umweltbilanzen, THG-Quoten oder CSR-Berichte genutzt werden kann.
Überblick: Wichtige Systeme für HVO
Damit HVO100 in der EU als nachhaltig anerkannt wird, müssen die Vorgaben der Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED III eingehalten werden.
Hintergrund: Entstehung von RED III
Die RED III ist die Weiterentwicklung der früheren Richtlinien RED I (2009) und RED II (2018). Ziel der Überarbeitung war es, die Klimaschutzziele der EU für 2030 zu erreichen und den Anteil erneuerbarer Energien deutlich zu erhöhen. Mit RED III wurden die Anforderungen an Treibhausgasminderung, Rohstoffherkunft und Nachweisführung nochmals verschärft – auch, um Greenwashing zu verhindern und die Transparenz in den Lieferketten zu stärken.
Die Einhaltung dieser Vorgaben wird über anerkannte Zertifizierungssysteme wie ISCC oder REDcert sichergestellt. Sie prüfen Unternehmen entlang der gesamten Lieferkette und dokumentieren, dass Nachhaltigkeitskriterien eingehalten werden.
Was ist ISCC?
ISCC (International Sustainability and Carbon Certification) ist ein weltweit anerkanntes Zertifizierungssystem mit Sitz in Köln. Es wurde speziell entwickelt, um die nachhaltige Herkunft von Biomasse und Bioenergie nachzuweisen.
Das ISCC-System stellt sicher, dass die Produktion und Verarbeitung von Biomasse sowie die Herstellung und Nutzung biobasierter Produkte – wie HVO100 – unter klar definierten Nachhaltigkeitskriterien erfolgt. Dazu gehören insbesondere:
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Einsatz von Rest- und Abfallstoffen, die nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen.
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Ausschluss von direkter oder indirekter Landnutzungsänderung.
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Verbot von Abholzung sowie dem Verlust biologischer Vielfalt.
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Einhaltung von sozialer Verantwortung in der gesamten Lieferkette.
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Nachweis der Reduktion von Treibhausgasemissionen, was für die Anrechnung von THG-Quoten und die Ausweisung in der Umweltbilanz entscheidend ist.
Das ISCC-System gehört zu den wenigen weltweit, die nicht nur durch staatliche Organisationen und Akkreditierungsstellen überwacht werden, sondern zusätzlich über ein eigenes Integrity Program verfügen. Dieses überprüft anhand von Stichproben die Arbeit von Zertifizierungsstellen und Systemnutzern, um die Rechtmäßigkeit ausgestellter Zertifizierungen sicherzustellen.
Wie funktioniert der ISCC-Zertifizierungsprozess?
Der ISCC-Zertifizierungsprozess ist darauf ausgelegt, die gesamte Lieferkette von der Auswahl der Rohstoffe, über die Produktion von Biokraftstoffen bis hin zum Endprodukt (HVO100) abzudecken.
Die nachfolgenden 5 Schritte des Zertifizierungsprozesses erläutern, wie die ISCC-Zertifikate für HVO ausgestellt werden:


- Antragstellung und Registrierung: Unternehmen, die eine ISCC-Zertifizierung anstreben, müssen zunächst einen Antrag bei ISCC einreichen. Nach der Antragstellung registriert sich das Unternehmen im ISCC-System und erhält eine Registrierungsnummer.
- Vorbereitung und Selbstbewertung: Zunächst führt das registrierte Unternehmen eine Selbstbewertung durch, um sicherzustellen, dass es die ISCC-Nachhaltigkeitskriterien erfüllt. Im Anschluss werden alle relevanten Dokumente und Nachweise, die die Nachhaltigkeit der Produktion bzw. Rohstoffe belegen, gesammelt, vorbereitet und für den Zertifizierungsprozess dokumentiert.
- Durchführung des ISCC-Audits im teilnehmenden Unternehmen: Ein unabhängiger und zugelassener Zertifizierungsdienstleister einer offiziellen Zertifizierungsstelle führt einen Audit durch. Dieses kann beispielsweise direkt vor Ort bei verarbeitenden Unternehmen einer spezifischen Rohstoff-Quelle (wie z.B. UCO) sein. Der Auditor prüft die Einhaltung der ISCC-Kriterien vor Ort. Dazu gehören konkrete Nachhaltigkeitskriterien wie der Schutz von Flächen mit hoher Biodiversität, der Erhalt von Kohlenstoffvorräten, der Schutz von Torfgebieten, die Einhaltung von Arbeits- und Sozialstandards und betrifft auch die konkrete Berechnung der Treibhausgasemissionen. Dabei wird die gesamte Lieferkette überprüft, um sicherzustellen, dass die Nachhaltigkeitskriterien in jedem Schritt eingehalten werden.
- Zertifizierung durch Ausstellung von ISCC-Zertifikat: Im nächsten Schritt erstellt der Zertifizierungsdienstleister einen detaillierten Auditbericht, der die Ergebnisse des Audits zusammenfasst. Basierend auf dem Auditbericht entscheidet ISCC über die Zertifizierung des Unternehmens. Wenn das Unternehmen die Kriterien erfüllt, wird das ISCC-Zertifikat ausgestellt. An dieser Stelle wird also das eigentliche ISCC-Zertifikat für HVO (bzw. den verwendeten Rohstoff) emittiert.
- Kontinuierliche Überwachung: Alle unter ISCC zertifizierten Unternehmen müssen jährliche Überwachungsaudits durchführen lassen, um die kontinuierliche Einhaltung der ISCC-Kriterien sicherzustellen. ISCC behält sich das Recht vor, unangekündigte Audits durchzuführen, um die Integrität des Zertifizierungssystems zu gewährleisten.
Wie sieht es mit Betrugspotentialen bei HVO aus?
1. Ausgangslage: Palmöl in der Biokraftstoff- und HVO-Produktion
Bis 2023 konnte Palmöl in der EU als nachhaltiger Rohstoff für die Produktion von alternativen Kraftstoffen angerechnet werden. Das machte Palmöl für Kraftstoffhersteller zu einem attraktiven und günstigen Rohstoff. Gleichzeitig wuchs jedoch die Kritik an der Klimabilanz: Der massenhafte Anbau von Ölpalmen für verschiedene Branchen, wie Lebensmittel-, Kosmetik- und Kraftstoffindustrie führte zu Abholzung, Verlust von Biodiversität und steigenden Treibhausgasemissionen.
Mit der Anpassung der RED-II-Richtlinie hat die EU einen klaren Schnitt vollzogen: Seit 2023 darf Palmöl nicht mehr als nachhaltiger Rohstoff für die Kraftstoffproduktion angerechnet werden. TOOL-FUEL hat diesen Schritt bereits 2019 freiwillig vorweggenommen und Palmöl vollständig ausgeschlossen.
Hinweise auf Falschdeklaration
Trotz des EU-weiten Ausschlusses von Palmöl als nachhaltigem Rohstoff für Biokraftstoffe gab es in der Vergangenheit Hinweise darauf, dass Palmöl vereinzelt weiterhin in bestimmten Lieferchargen als Herstellungsrohstoff für HVO verwendet und fälschlicherweise als nachhaltig deklariert in den europäischen Markt eingeführt wurde. Dabei handelte es sich um mutmaßliche Betrugsversuche in der Rohstoffherkunft einzelner Unternehmen, die bestehende Schwachstellen in der Lieferkette ausgenutzt haben sollen. Die Hinweise deuten darauf hin, dass die tatsächliche Herkunft der Rohstoffe verschleiert und Palmöl als Rest- oder Abfallstoff ausgegeben wurde, um strengere europäische Nachhaltigkeitsvorgaben zu umgehen.
3. Wo besonders Betrugspotentiale bestehen
Die Hinweise deuten darauf hin, dass das Betrugspotenzial insbesondere bei Biokraftstoffen – einschließlich HVO – besteht, die außerhalb der EU produziert werden. Dort ist die Nachvollziehbarkeit der eingesetzten Rohstoffe häufig erschwert, wenn keine revisionssichere Lieferkettendokumentation vorliegt.
Die in der EU eingesetzten Rohstoffe zur Herstellung von Kraftstoffen unterliegen dagegen strengeren Wareneingangskontrollen und Nachhaltigkeitsprüfungen. Dennoch bleibt entscheidend, dass die Herkunft der Rohstoffe und die gesamte Lieferkette lückenlos dokumentiert werden. Nur durch eine durchgängige, revisionssichere Dokumentation lässt sich das Risiko von Falschdeklarationen deutlich reduzieren – und die tatsächliche Nachhaltigkeit transparent nachweisen.
Typische Betrugsmuster
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Unklare oder falsche Angaben zur Rohstoffherkunft
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Manipulation oder Fälschung von Lieferdokumenten
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Doppelzählung von Nachhaltigkeitsnachweisen
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Fehlerhafte oder unvollständige Berechnungen der THG-Emissionen
Wie können Betrugspotentiale bei alternativen Antrieben minimiert werden?
Die Nachhaltigkeitszertifizierung ist ein zentraler Schritt, um die Integrität von alternativen Kraftstoffen, wie auch HVO-Kraftstoffen, sicherzustellen. Dennoch bestehen verschiedene Betrugspotenziale, die nur durch zusätzliche Maßnahmen und kontinuierliche Überwachung wirksam reduziert werden können.
Wesentliche Elemente sind:
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Robuste Systeme zur Rückverfolgbarkeit, die lückenlos dokumentieren, welche Rohstoffe eingesetzt wurden
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Strenge, unabhängige und regelmäßige Audits, die über formale Mindestanforderungen hinausgehen
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Maximale Transparenz, unter anderem durch die Veröffentlichung von Audit-Ergebnissen
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Schulung und Sensibilisierung von Mitarbeitern und Partnern entlang der gesamten Lieferkette in Bezug auf ISCC-Kriterien
Darüber hinaus ist ein konsequentes Vorgehen staatlicher Stellen gegen Unternehmen, die nachweislich gegen Vorschriften verstoßen, unerlässlich. Gelangen solche Mengen dennoch in den Markt, führt das nicht nur zu einem Vertrauensverlust, sondern auch zu Wettbewerbsverzerrungen zulasten der Anbieter, die auf hohe Standards setzen.
Beim Bezug von HVO sollte nicht auf Vertrauen, sondern auf lückenlose Dokumentation gesetzt werden. Zusätzlich ist stets zu prüfen, welche Maßnahmen der Hersteller über die Zertifizierung hinaus umsetzt, um höchste Nachhaltigkeitsstandards zu gewährleisten – etwa durch strenge Wareneingangskontrollen, externe Prüfungen oder digitale Rückverfolgbarkeitssysteme. Aktuell ausgestellte Zertifikate nach ISCC lassen sich hier einsehen.
Wie stellt TOOL-FUEL die Nachhaltigkeitsdokumention sicher?
Seit unserem Markteintritt im Jahr 2013 war für uns klar: Nachhaltigkeit darf nicht nur behauptet, sondern muss nachvollziehbar belegt werden. Viele unserer Kunden – darunter internationale Konzerne, öffentliche Auftraggeber und Betreiber kritischer Infrastrukturen – haben von Beginn an hohe Anforderungen an eine belastbare Dokumentation gestellt.
Aus diesem Grund haben wir uns freiwillig dazu entschlossen, strengere Prozesse zur Qualitätssicherung einzuführen, als es der Markt damals vorsah. TOOL-FUEL war der erste Anbieter in Deutschland, der sich auf freiwilliger Basis nach ISCC (International Sustainability and Carbon Certification) zertifizieren ließ – und diese Zertifizierung seitdem konsequent jedes Jahr durch Audits der SGS bestätigen lässt.
Heute handeln wir ausschließlich HVO, das zu 100 % aus Rest- und Abfallstoffen hergestellt wird und lückenlos ISCC-zertifiziert ist. Um die gleichbleibend hohe Qualität sicherzustellen, haben wir ein mehrstufiges Verfahren etabliert – von der Rohstoffauswahl über die Herstellung bis hin zur Auslieferung.
Unsere Lieferpartnerschaften, insbesondere mit Neste, verpflichten auch Subunternehmer und Rohstofflieferanten zur Einhaltung strenger Standards. Diese werden regelmäßig durch Audits überprüft, die neben ökologischen und technischen Kriterien auch soziale und ethische Aspekte einbeziehen.
Ein besonderes Merkmal von TOOL-FUEL ist die Möglichkeit der maßgeschneiderten Rohstoffauswahl. Gemeinsam mit unseren Kunden definieren wir, welche Rohstoffe in den Herstellungsprozess einbezogen oder ausgeschlossen werden sollen – abgestimmt auf die jeweilige Nachhaltigkeitsstrategie.
Am Ende jedes Lieferprozesses stellen wir eine Nachhaltigkeitsbescheinigung aus, die die Herkunft der Rohstoffe, die Kraftstoffqualität und die erzielten Emissionseinsparungen revisionssicher dokumentiert.
Ausführliche Informationen zu unserem Lieferkettenprozess finden Sie beim Lieferkonzept+.

Fazit: Woraus müssen Sie beim Kauf von HVO achten?
HVO100 ist eine sofort wirksame Möglichkeit, CO₂-Emissionen im Fuhrpark zu reduzieren. Doch neben den technischen Spezifikationen – wie Normerfüllung (DIN EN 15940), Kältestabilität oder Motorenfreigaben – entscheidet vor allem die Nachhaltigkeitsintegrität über den tatsächlichen Wert des eingesetzten Kraftstoffs.
Beim Kauf von HVO sollten Unternehmen daher auf folgende Punkte achten:
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Rohstoffherkunft: Wird der Kraftstoff zu 100 % aus Rest- und Abfallstoffen hergestellt?
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(ISCC) Zertifizierung: Diese bezieht sich ausschließlich auf Hersteller oder Importeur, nicht zwingend auf den Händler. Sie bestätigt, dass deren Prozesse und Lieferketten die Nachhaltigkeitskriterien der EU-RED erfüllen. Ein Händler kann Ihnen also in der Regel keine eigene ISCC-Zertifizierung vorlegen – außer er ist zugleich Importeur.
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Nachhaltigkeitsbescheinigung: Eine Kopie der ISCC-Zertifizierung reicht nicht aus, da sie sich nur auf das zertifizierte Unternehmen bezieht, nicht auf Ihre gelieferte Charge. Für jede einzelne Lieferung müssen Sie daher eine Nachhaltigkeitsbescheinigung anfordern. Diese weist die Herkunft, Rohstoffbasis, THG-Einsparungen und den Energiegehalt der konkreten Lieferung nach – und ist die Grundlage für die Anrechnung in Umweltbilanzen, THG-Quoten und CSR-Berichten.
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Zusätzliche Herstellermaßnahmen: Achten Sie darauf, welche Maßnahmen der Hersteller über die Zertifizierung hinaus ergreift (z. B. strenge Wareneingangskontrollen, externe Audits, digitale Rückverfolgbarkeitssysteme).
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Externe Prüfungen: Werden Nachvollziehbarkeit und Dokumentation regelmäßig von unabhängigen Prüforganisationen wie SGS bestätigt?
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Vertragliche Sicherheit: Gibt es verbindliche Zusagen zu Mindesteinsparungen bei den THG-Emissionen?
Das Entscheidende:
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Die ISCC-Zertifizierung belegt die nachhaltige Arbeitsweise von Hersteller oder Importeur.
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Die Nachhaltigkeitsbescheinigung dokumentiert die Eigenschaften Ihrer konkreten Lieferung.