Seit 1. Januar dieses Jahres vertreibt TOOL-FUEL Services GmbH (TFS) unter seiner Marke C.A.R.E. Diesel® nur noch ausschließlich synthetischen Dieselkraftstoff, welchem bei der Herstellung kein Palmöl zugeordnet wird.

Hintergrund
Palmöl ist eine nicht ohne Grund umstrittene Kraftstoffkomponente. Auch wenn bei TFS in der Vergangenheit zertifiziert nachhaltiges Palmöl gelegentlich und in geringen Mengen zum Einsatz kam, kann der Druck dieses Rohstoffs auf die Umwelt in tropischen Breiten nicht ignoriert werden. Insbesondere hat die steigende Nachfrage durch eine Landnutzungsänderung einen indirekten Einfluss auf Regenwälder. Wir sehen daher die Notwendigkeit, Palmöl als Rohstoff für die Kraftstoffherstellung gänzlich auszuschließen.

Aus diesem Grund haben wir bereits vor Jahren in Absprache mit unseren Kunden den Palmölanteil mit einer klaren Aussicht, schließlich ganz auf diesen Rohstoff verzichten zu können, sukzessive verringert. Wir trafen mit unserem Vorlieferanten entsprechende Vereinbarungen und erreichten schließlich bereits Anfang dieses Jahres unser Ziel.

TFS verzichtet vor EU auf Palmöl
In diesem Zusammenhang hat die EU-Kommission Anfang des Jahres mit einem Rechtsakt entschieden der potentiellen Entwaldung bei der Erzeugung von Biokraftstoffen Rechnung zu tragen und Rohstoffe mit hohem Gefährdungspotential aus einer Anrechnung auszuschließen. Damit hat TFS dem Beschluss der EU-Mitgliedsstaaten, künftig nicht-nachhaltige Pflanzenöle für eine Anrechnung auf die CO₂-Minderung auszuschließen, vorgegriffen.

C.A.R.E. Diesel® nur noch aus Rest- und Abfallstoffen
Für die Produktion von C.A.R.E. Diesel® werden vorwiegend Altspeisefette (used cooking oil, UCO) verwendet, während gelegentlich auch Abfallschlämme aus der Palmölproduktion (palm oil mill effluent, POME) zum Einsatz kommen. Beide Stoffe sind anerkannte Rest- und Abfallstoffe nach Anh. IX der Erneuerbaren Energie Richtlinie II (Renewable Energy Directive II, RED II).

Auf besonderen Wunsch des Kunden kann weiterhin HVO aus nachhaltigem Palmölanbau verfügbar gemacht werden. Dabei wird immer deutlich auf den Palmölgehalt hingewiesen. Die Vermarktung von HVO aus Palmöl unter dem Namen C.A.R.E. Diesel® bleibt für unsere Kunden und Partner ausgeschlossen.

Durch diese klare Trennung möchten wir unseren Beitrag zu mehr Transparenz und Nachhaltigkeit leisten.

Synthetischer Diesel aus Erdgas als gute Ergänzung
Damit man sich die Verbesserungen der Emissionen mit synthetischem Dieselkraftstoff nicht mit weniger nachhaltigen Rohstoffe erkaufen muss, wird der begleitende Einsatz anderer paraffinischer Kraftstoffe gleicher Qualität (XTL-Fuels nach EN 15940) empfohlen. Alle XTL-Fuels lassen sich in beliebigem Verhältnis miteinander mischen, so dass die Nachhaltigkeit nach den finanziellen Möglichkeiten eingestellt werden kann.

Auch wenn dem Namen nach fossilen Ursprungs, weist aus Erdgas hergestellter synthetischer Diesel (gas to liquid, GTL) dieselben Vorteile einer viel saubereren Verbrennung vor, ohne dabei auf billigeres Palmöl ausweichen zu müssen. Damit stellt GTL in jedem Fall eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichem Diesel und allemal zu HVO aus Palmöl dar.

Mit dieser Kombination gelingt die Umstellung auf synthetische, paraffinische Kraftstoffe in umweltbewusster Weise ohne dabei gleichzeitig die Kosten aus dem Blick zu verlieren.